CHRISTIAN MOSCHEN
Glatte Flächen, Stahlnähte und fließende Bewegungen – Christian Moschens Werke trotzen Wind und Wetter. Der Grinner Künstler formt aus Ton und Stahl beeindruckende Skulpturen, inspiriert von den Elementen Feuer, Erde, Wasser und Wind. Diese monumentalen Werke, nach Skizzen von Erich Horvath, zieren nun die Wanderwege rund um Grins und spiegeln Moschens Faszination für die Kontraste seines Umfelds wider.
"Als bevorzugte Werkstoffe verwende ich Ton und Stahl. Die unglaubliche Verschiedenheit dieser Materialien fordert mich immer wieder von Neuem."
Christian Moschen
ELEMENTE AUS STAHL
Der Grinner Künstlerist fasziniert von den Kontrasten aus Weichheit und Widerspenstigkeit, Formbarkeit und Stärke, die er zuerst in seinem Umfeld, den Menschen und der Landschaft der Region Landeck, beobachtet und dann in den Materialien seiner Bildhauerei wieder behandelt. Für die Albigenpfade schuf er vier imposante Plastiken – Feuer, Erde, Wasser und Wind. Im Rahmen eines Leader Projektes rund um das Thermalwasser führte Moschen vier Plastiken, inspiriert durch die Skizzen des Malers Erich Horvath, aus. Es entstanden vier Riesen aus Cortenstahl, die nun entlang der Wanderwege den Elementen trotzen. „Als bevorzugte Werkstoffe verwende ich Ton und Stahl. Die unglaubliche Verschiedenheit dieser Materialien fordert mich immer wieder von Neuem. Ich liebe es, zwischen diesen beiden Welten zu navigieren“, so der Künstler. Besondere Möglichkeit dazu gab ihm der Auftrag, die personifizierten Elementarkräfte Erde, Feuer, Wasser und Luft plastisch in den großartigen Naturräumen rund um Grins zu inszenieren.
VON DER SKIZZE ZUM WERK
Am Beginn jeder Plastik stehen viele Ideen, die aus Beobachtungen und Eindrücken des alltäglichen Lebensentstehen. In einer selektiven Auswahl hält Moschen eine der Ideen in Skizzen fest. Danach fertigt er maßstabgetreue Modelle in unterschiedlichen Ausführungen an. Für ihn wird in diesem wesentlichen Prozess die Form- und Materialfrage immer bedeutender, die er an den Modellen so weit als möglich abarbeitet. Moschen: „Diese Phase kann mehrere Monate in Anspruch nehmen und ich beginne erst dann mit der Verwirklichung der Plastik, wenn die wichtigsten Umsetzungsschritte abgeklärt sind.“ Am Beginn dieser Arbeit sind die Skizzierungen und Modelle sehr wichtig. Je näher das Werk der Fertigstellung kommt, umso eigenständiger wird es, und die Modelle und Vorstudien verlieren an Bedeutung. Sie machen Platz für etwas Neues – etwas Eigenes.
BIOGRAFIE
Der gebürtige Grinner beginnt schon früh in seiner Karriere mit Rötel und Kohle das menschliche Abbild zu studieren. Seine Werke sind international bekannt: 2021 holte er den ersten Platz bei der Biennale Florenz für zeitgenössische Kunst unter dem Thema „Eternal Feminine – Eternal Change“. Und in unmittelbarer Nähe des Europäischen Forums Alpbach weist sein eiserner „Mahnfried“ auf das Menschenrecht, frei und sicher zu leben, hin. Christian Moschen widmet sich in seinem Schaffen auch regionalen Themen, wie z.B. der Stanzer Zwetschke (2016). Im Jahr 2022 schuf er eine Büste des Musikers Josef Netzer dessen Kompositionen als roter Faden durch das Programm der Horizontekonzerte führten. Doch mit den mystischen Albigen-Skulpturen in Grins wurde Moschen schon Jahre zuvor zum kreativen Lokalmatador.

















